Eichen

12. Juni 2013

Bäume zu zeichnen hat für mich etwas mit Meditation zu tun. Ich beginne den Stamm unten, versuche Rissen, Schatten, Auswüchsen zu folgen, feine Linien und breite Striche wechseln sich ab. Blätter überdecken den Stamm, Äste kommen von hinten ins Bild. Ich habe das Gefühl mit den Fingerspitzen die Rinde zu spüren, mit beiden Händen in das dichte Blätterwerk zu fassen. Nur das Objekt ist wichtig. Aber nicht in seinen Einzelheiten, sondern in dem Gefühl, dass es vermittelt.

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Eichen (Tusche 30×30)

Vergessene Boote

8. Juni 2013

Im Kurs von Norbert Sand wurden Boote gemalt. Ich greife das Thema sehr gerne auf. Entlang der Thaya liegen einige Boote. In dem Aquarell habe ich mehrere Fotos zusammen verarbeitet. In letzter Zeit mache ich das immer öfter. Ich nehme mehrere Fotos und kombiniere sie zu einem Aquarell. Dazu sind einige Vorarbeiten notwendig. In word kann ich die Fotos relativ einfach kombinieren. Dann entstehen meist mehrere Skizzen mit einer Tintenfüllfeder im Postkartenformat. Erst wenn die Fotos so kombiniert sind, wie ich das möchte, entsteht eine Tuschzeichnung und wenn diese zufriedenstellend ausfällt, das Aquarell.

Im Moment ist genau dieser nicht so unmittelbare Zugang zu einem Motiv interessant für mich.

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Vergessene Boote (Aquarell 50×40)

 

Lindau

6. Juni 2013

Unsere Bodenseereise hatte auch sehr schöne Momente. Einer davon war das Treffen mit Norbert Sand, ich habe gestern darüber geschrieben. Die Übernachtung am Campingplatz Zech bei Lindau war sehr idyllisch. Die Fotos sind von da aus entstanden. Lindau hat viele Türme, einer davon ist der Diebsturm.

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Diebsturm (Aquarell 60×45 – das Bild ist nicht mehr verfügbar)

Norbert Sand

5. Juni 2013

Der hauptsächliche Grund unserer Bodenseereise war mein Treffen mit dem Aquarellisten Norbert Sand. Ich habe ihn im Vorjahr in Birnau kennen gelernt und wir haben vereinbart einmal gemeinsam zu malen. Jetzt besuche ich ihn an seinem letzten Kurstag.

Zu Beginn gibt es eine ausführliche Erklärung zu Perspektive mit Hilfestellung zum Verständnis bei jedem einzelnen. Dann suchen alle gemeinsam ein Motiv aus, das gemalt werden soll. Am letzten Tag soll es noch eine tolle Bodenseestimmung sein. Norbert zeigt vor wie es gehen kann. Bevor alle zu malen beginnen, gibt es eine Brotzeit mit Brezen, die Norbert mitgebracht hat.

Dann machen sich alle an ihr Aquarell. Norbert unterstützt wieder jeden einzelnen mit Rat und Tat. So hat jeder die Möglichkeit zu einem Problem die malerische Lösung zu sehen.

Ich habe Norbert in seinem Kurs als kompetenten, geduldigen Lehrer erlebt, der sich in seinen Kleingruppen um jeden einzelnen kümmert. Ich bedanke mich herzlich, dass ich dabei sein konnte. Einen ausführlichen Bericht wird es im nächsten Newsletter geben.

Zu unserem gemeinsamen Malen kam es leider wetterbedingt nicht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir werden es nachholen.

Gesperrt

4. Juni 2013

Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben, aber wir hören die Nachrichten von den Überflutungen in der Wachau und befürchten auf der Heimreise einen großen Umweg fahren zu müssen. Deshalb treten wir schon am 2.6. die Heimreise an. Es tut mir sehr leid, denn ich wollte mich nochmals mit Norbert Sand zum Malen treffen. Aber das Wetter ist zu schlecht.

Nach dem Frühstück verlassen wir den Campingplatz Salem an dem wir nur knapp einer Katastrophe entgangen sind (ich habe gestern darüber berichtet). Es regnet zwar noch ziemlich viel, aber wir freuen uns auf die Heimfahrt. Es sind ca. 600km und wir rechnen mit einer Ankunft spätestens gegen 20h. Unterwegs wird der Regen immer stärker, es geht aber trotzdem gut voran. Kurz nach Rosenheim meldet sich plötzlich unser Navi. Wir wussten gar nicht, dass die Verkehrsfunkfunktion aktiviert ist.

„Im Bereich der Strecke gibt es eine Verkehrsstörung. Die A8 ist ab Bernau gesperrt.“ Während wir noch erstaunt sind über die Meldung und überlegen, fahren wir auch schon auf das Stauende auf. Wir sind mitten Stau! Kein Entkommen, die letzte Ausfahrt liegt gerade hinter uns. Wir verbringen fast drei Stunden im Stau bis zur nächsten Ausfahrt.

Dann fahren wir, wie einige andere auch, nördlich rund um den Chiemsee. Auch hier gibt es Stau, aber es geht doch etwas voran. Nach Stunden erreichen wir Traunstein und können wieder auf die Autobahn auffahren. Immer wieder hören wir Verkehrsfunk um zu erfahren, wie die Lage im Kamptal ist. Aber alles geht gut. Um 23.30h, nach fast 14 Stunden Fahrt erreichen wir unser zuhause.

Wenn das Wasser kommt

3. Juni 2013

Die gute Nachricht zuerst: wir sind wieder wohlbehalten in Pleissing angekommen. Ab Mittwoch der Vorwoche waren wir mit dem Wohnmobil unterwegs, am Bodensee. Wenn ihr die Nachrichten gehört habt, dann wisst ihr, wie da die Situation ist. Deshalb will ich als erstes über unsere Erlebnisse am Campingplatz Salem berichten.

Wir kamen am 31.5. am Nachmittag am Campingplatz an. Es regnete schon ziemlich und deshalb beschlossen wir am Platz zu bleiben. Ein Stellplatz war bald gefunden und wir richteten uns ein.

Der Regen hielt an, aber wir hatten es warm und bequem im Wohnmobil. Um 0.30h fiel der Strom aus. Hans bemerkte das gleich, denn er sah noch fern und er weckte mich. Wir sahen hinaus um zu sehen, ob er nur bei uns ausgefallen war oder am ganzen Campingplatz. Es war stockdunkel draußen. Hans wollte raus um sich zu erkundigen, was denn los sei, denn es regnete noch in Strömen. Er öffnete die Wohnmobiltür und da sahen wir, dass das Wasser bereits bis etwas unter der ersten Treppenstufe des Einstiegs stand. Hans stieg aus und klemmte den Stromanschluss ab. Dann fuhren wir einen Stellplatz weiter nach vorne, weil dieser ein wenig höher lag. Das schafften wir noch aus eigener Kraft. Inzwischen war der ganze Campingplatz wach. Einige schalteten die Scheinwerfer der Autos ein um zu sehen was los war. Schon nach wenigen Minuten sahen wir, dass auch dieser Platz  nicht reichen würde und wir wollten wegfahren. Aber wir steckten fest. Da kam auch schon die Feuerwehr und schob und so hatten wir bald wieder festen Boden. Wir fuhren an einen höher gelegenen Platz, wo wir uns um ca. 1.30h einparkten. Die Feuerwehr und alle am Platz halfen zusammen so gut es ging, so viele Autos und Wohnwagen heraus zu bringen wie möglich, aber das Wasser stieg sehr schnell. Wir hörten zwar eine Pumpe, die die ganze Nacht lief, aber das war anscheinend zu wenig. Das Wasser erreichte eine Höhe von 1.10m. Vorbildlich war der Einsatz der Campingplatzbetreiber Familie Gern, der Feuerwehr und des THW, das mit schwerem Gerät die Wassermassen abpumpte. Das erste Foto zeigt die Überflutung am Morgen, die anderen dann am Abend nach dem Abpumpen durch die Feuerwehr und das THW.

Erst als wir am nächsten Tag das Ausmaß der Überflutung sahen, wurde uns bewusst, welcher Katastrophe wir entgangen waren. Und erst jetzt, wo ich die Zeitungsberichte (Südkurier 1.6.2013 und 3.6.2013)  lese, beginne ich zu begreifen.

Einen Bericht unserer Rückreise gibt es morgen. Und natürlich berichte ich auch über den Kurs von Norbert Sand, der der eigentliche Grund war an den Bodensee zu fahren.

3. Juni 2013

In Anghiari in der Toskana habe ich viele Fotos und Zeichnungen angefertigt. Hier eine davon. Bei den schnellen Zeichnungen habe ich mich auf Formen beschränkt und Schatten ignoriert. Das ermöglicht mir diese Zeichnungen später in einem Aquarell sehr frei umzusetzen.

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Toskana, Blumentöpfe in Anghiari (Tusche 30×30)