3. Juni 2013
Die gute Nachricht zuerst: wir sind wieder wohlbehalten in Pleissing angekommen. Ab Mittwoch der Vorwoche waren wir mit dem Wohnmobil unterwegs, am Bodensee. Wenn ihr die Nachrichten gehört habt, dann wisst ihr, wie da die Situation ist. Deshalb will ich als erstes über unsere Erlebnisse am Campingplatz Salem berichten.
Wir kamen am 31.5. am Nachmittag am Campingplatz an. Es regnete schon ziemlich und deshalb beschlossen wir am Platz zu bleiben. Ein Stellplatz war bald gefunden und wir richteten uns ein.
Der Regen hielt an, aber wir hatten es warm und bequem im Wohnmobil. Um 0.30h fiel der Strom aus. Hans bemerkte das gleich, denn er sah noch fern und er weckte mich. Wir sahen hinaus um zu sehen, ob er nur bei uns ausgefallen war oder am ganzen Campingplatz. Es war stockdunkel draußen. Hans wollte raus um sich zu erkundigen, was denn los sei, denn es regnete noch in Strömen. Er öffnete die Wohnmobiltür und da sahen wir, dass das Wasser bereits bis etwas unter der ersten Treppenstufe des Einstiegs stand. Hans stieg aus und klemmte den Stromanschluss ab. Dann fuhren wir einen Stellplatz weiter nach vorne, weil dieser ein wenig höher lag. Das schafften wir noch aus eigener Kraft. Inzwischen war der ganze Campingplatz wach. Einige schalteten die Scheinwerfer der Autos ein um zu sehen was los war. Schon nach wenigen Minuten sahen wir, dass auch dieser Platz nicht reichen würde und wir wollten wegfahren. Aber wir steckten fest. Da kam auch schon die Feuerwehr und schob und so hatten wir bald wieder festen Boden. Wir fuhren an einen höher gelegenen Platz, wo wir uns um ca. 1.30h einparkten. Die Feuerwehr und alle am Platz halfen zusammen so gut es ging, so viele Autos und Wohnwagen heraus zu bringen wie möglich, aber das Wasser stieg sehr schnell. Wir hörten zwar eine Pumpe, die die ganze Nacht lief, aber das war anscheinend zu wenig. Das Wasser erreichte eine Höhe von 1.10m. Vorbildlich war der Einsatz der Campingplatzbetreiber Familie Gern, der Feuerwehr und des THW, das mit schwerem Gerät die Wassermassen abpumpte. Das erste Foto zeigt die Überflutung am Morgen, die anderen dann am Abend nach dem Abpumpen durch die Feuerwehr und das THW.
Erst als wir am nächsten Tag das Ausmaß der Überflutung sahen, wurde uns bewusst, welcher Katastrophe wir entgangen waren. Und erst jetzt, wo ich die Zeitungsberichte (Südkurier 1.6.2013 und 3.6.2013) lese, beginne ich zu begreifen.
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Foto am Morgen: Genau auf dem Platz in der Mitte des Bildes sind wir gestanden.
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Rechts im Bild unser erster Standplatz, links der zweite, etwas erhöht.
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Hier kann man noch die Spuren sehen, wo sich unser Wohnmobil eingegraben hat.
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Da haben wir gestern gestanden.
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Das Vorzelt eines unserer Nachbarn. Man sieht wie hoch das Wasser stand.
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Links das Vorzelt aus dem vorherigen Foto, in der Mitte unser Standplatz, rechts die Aufräumarbeiten.
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Blick von unseren neuen, sicheren Standplatz.
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Verlassen des Wohnmobils und des Campingplatzes nur mit Gummistiefel möglich.
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In der Mitte, oberhalb unser neuer Standplatz.
Einen Bericht unserer Rückreise gibt es morgen. Und natürlich berichte ich auch über den Kurs von Norbert Sand, der der eigentliche Grund war an den Bodensee zu fahren.
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